Presse

Nicht mehr wegzudenken aus Berlin.
zitty

Spontaner geht's nicht.
kulturradio

Das coolste Improvisationstheater der Stadt!
Radio Energy

Spontan, unerwartet, virtuos, wahrhaftig. Theater pur.
Berliner Morgenpost

Jede Vorstellung ist ein Fest der Kreativität.
kulturradio

Ein grandioser Abend in der Berliner Theatersport-Szene, die jeden Montag eine Premiere garantiert.
Berliner Zeitung

Es geht um den Meistertitel in der Kunst des Improvisierens ... Nichts ist geprobt, nichts ist abgesprochen. Das Publikum gibt die Titel für die Szenen an, dazu Spielstil, Ort, Epoche, Gefühle. Das ist volksnah. Und genial.
theater heute

Seit 1995 zaubern die Improvisationskünstler aus Zuschauer-Vorschlägen Komödien, Tragödien, Kunst und Kitsch. Ausgefallene Geschichten, die mit Opernarien, Schlagern oder auch schon mal mit einem kyrillischen Choral verfeinert werden. Danach wird abgestimmt. Runde für Runde. Denn die Darsteller arbeiten in maximaler Fallhöhe. Scheitern inbegriffen. Genauso wie bei der Hochseilakrobatik im Zirkus. Ohne Netz und doppelten Boden.
Berliner Morgenpost

Im Improvisationstheater-Dauerderby ringen Dynamo Duse und Spartak Stanislawski jeden Montag um die Gunst des Publikums und sind damit zur Institution geworden.
zitty

Darauf hat der Rezensent 27 Jahre gewartet.
... Theatersport, die von Keith Johnstone erfundene Harlekin-Mischung aus Commedia dell arte, Dario Fo, Keaton, Boal, Mnouchkine und der Bundesliga ist eigentlich ein hochprofessionelles Laientheater. Ein dilettantischer Geniestreich. Gekonnt, weil immer augenblicklich aus dem Stand geschossen; herzerfrischend, weil mit dem Mut zur tragischen Blamage.
Der Tagesspiegel

Die Zuschauer bestimmen, die Schauspieler spielen: darin liegt die Stärke des Impro-Theaters. ... Meist gelingt das sehr gut, und den Zuschauern, die über die Sieger jeder Runde entscheiden, fällt die Entscheidung nicht leicht. ... Ohne witzige Vorgaben haben es die beiden Teams schwer, so daß Spielleiter Schlimm schon mal eingreift und die gelbe Karte wegen langweiligen Spiels auf offener Bühne zeigt. Mit demonstrativem Nesteln an der roten Karte rettet er über die wenigen Szenen hinweg. Wenn das Schlußlied, in dem Berti Vogts, Stadtwurst und Schwangerschaftsgymnastik sensationell zusammengeführt werden, verklungen ist, kann man deshalb sagen: ja, das war schön.
Der Tagesspiegel

In seiner trendverdächtigen Mischung aus Ringkampfatmosphäre, karnevalistisch anmutenden Kalauern und Fernsehshowpersiflage ist der Theatersport eine gelungene Alternative zu den aktuellen Prunksitzungen. Live, ohne doppelten Boden und garantiert jeden Abend neu.
Zitty

Hatte die erste La-Ola-Wellen-Übung noch an das Schwapp-Schwapp der Nordsee bei Ostwind erinnert, stieg der Begeisterungspegel des Publikums im Laufe des zweieinhalbstündigen Abends auf Sturmfluthöhe.
Sylter Nachrichten

Das Publikum ist nach der letzten Szene mit der sächselnden Schaffnerin im IC so aus dem Häuschen, dass es sich eine wunderbare jazzige Zugabe "erpresst".
Wiesbadener Tagblatt

Doch während einem bei anderen Gruppen zuweilen die Füße einschlafen, versteht es die Berliner Truppe, die meiste Zeit zu unterhalten.
KURIER Münster

kulturradio am 23.5.2005, 16.45

10 Jahre Theatersport Berlin

Autor: Oliver Kranz

Anmoderation:
Im Shake, dem Theaterzelt am Ostbahnhof, wird heute Jubiläum gefeiert. Theatersport Berlin die älteste und renommierteste Improvisationstheatergruppe der Stadt wird 10 Jahre alt. Es gibt Festansprachen, eine Grillparty, Musik und natürlich einen Improvisationstheaterwettkampf. Mehr darüber erfahren Sie nun von Oliver Kranz.

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"5-4-3-2-1-los"

Spontaner geht's nicht. Das Publikum gibt den Akteuren einen Ort, ein Thema oder ein Genre vor, startet den Countdown und das Spiel muss beginnen. Zwei dreiköpfige Teams improvisieren drauf los, ein Spielleiter verteilt Punkte. Die Regeln sind in den letzten zehn Jahren die gleichen geblieben. Anfangs schlotterten den Akteuren noch die Knie, sagt Jakob Wurster, ein Theatersportler der ersten Stunde.

Wurster:
Die Angst war auf jeden Fall größer. Das war ein großes Mysterium. Mittlerweile wissen auch die Zuschauer, worauf es ankommt. Damals war es noch ein Stochern im Nebel. Was wird gemocht? Auch das Publikum ist lockerer und frecher. Das ist eine wirkliche Entdeckung, was man alles so erleben kann.

Die ersten Berliner Theatersport-Veranstaltungen fanden 1995 im BKA-Zelt am Potsdamer Platz statt, dann zog die Truppe ins Chamäleon-Varieté, heute spielt sie im Shake-Theaterzelt am Ostbahnhof immer montags, immer um 20.30 Uhr, immer vor einem enthusiastischen Publikum.

Das Erfolgsgeheimnis des Theatersports ist seine Vielseitigkeit. Die Akteure lehnen keine Aufgaben ab. Vom pädagogischen Märchenballett bis zur komödiantischen Selbstmordszene haben sie schon alles gespielt. Wenn ihnen ein spontaner Hip-Hop-Song abverlangt wird, fragen sie höchstens nach dem Fußbodenbelag.

(Einzählen + Hip Hop, 5 sec. stehenlassen, dann leise blenden)

Die drei Spieler drehen ihre Mützen um, als wären es Basecaps und stampfen entschlossen im Takt der Musik - dann bricht ein wahres Epos aus ihnen hervor.

(Hip-Hop-Text hochblenden 10 sec. stehenlassen, dann wegblenden)

Fünf Minuten rappen die drei nonstop über die Bühne und erzählen - wie vom Publikum gefordert - die Geschichte eines Sprayers und einer Politesse. Nicht alle Improvisationen gelingen so perfekt. Ein anderes Team verzettelt sich beim Spielen einer Ritter-Szene schon nach wenigen Sätzen:

"Siehst du sie, das Volk ... wartet auf eine Komödie. Die wirst Du hier zeigen ... - los Moritz - (Publikum lacht)
D: 0'17

Der Darsteller des Ritters ruft seinen Mitspieler zur Hilfe, doch der kann die Situation auch nicht retten. Er fällt aus der Rolle und erzählt einen Arztwitz, erst dann geht das Spiel weiter. - Pannen machen die Vorstellungen lebendig, sagt Jakob Wurster:

Wurster:
Es gibt die Situation, dass man richtig sich verfährt. Dann leidet das Publikum mit. Aber auch das ist eine Möglichkeit: Wenn das Publikum merkt, dass es stockt und dann kommt doch noch was, das ist dann eine besonders schöne Befreiung. Das Lachen ist dann besonders stark.

Gelacht wird immer mit den Spielern, nie gegen sie. Da sie nie aufgeben und versuchen, selbst die unmöglichsten Aufgaben zu lösen haben sie die Sympathien des Publikums stets auf ihrer Seite.

Erfunden wurde das Theatersport-Konzept in den 70er Jahren von Keith Johnstone. Der Kanadier arbeitete als Dramaturg am Londoner Royal Court Theatre.

Wurster:
Ursprünglich war es ein Autorenprojekt. Wir haben gesucht nach Theater, das spannend ist wie Fußball, das Gegenwartstheater ist. Schaffensprozess als Unterhaltung. Wie Theater entsteht, ist schon interessant, also das, was man oft nicht mitbekommt. Die Möglichkeit hat das Publikum bei uns zu erleben, wie Gedanken auf der Bühne Fleisch werden.

Und das hat einen ungeheuren Reiz. Jede Szene ist ein Experiment, das gelingen, aber auch scheitern kann. Theatersport ist ein Gegenmodell zur heutigen Medienwelt, die uns in der Regel glänzende Oberflächen und perfekt gestylte Bilder präsentiert. Jede Vorstellung ist ein Fest der Kreativität.

Jetzt wird das 10-jährige Jubiläum gefeiert. Neben den 15 aktuellen Mitgliedern der Berliner Theatersportgruppe, werden auch viele ehemalige zur Geburtstagsshow erwartet. Vier Teams werden um die Wette improvisieren, wie immer nach den Vorgaben des Publikums.

Kass (374) Einzählen
"5-4-3-2-1-los"

Absage:
Oliver Kranz über 10 Jahre Theatersport in Berlin. Die Geburtstagsparty im Shake, dem Theaterzelt am Ostbahnhof beginnt um 18.30 Uhr, der Improvisationswettstreit um 20.30 Uhr. Das Zelt befindet sich am Spreeufer hinter dem Mauerstreifen der East Side Gallery.